Garantien

Garantien sind Vertragsklauseln mit freiwilligen Zusicherungen eines Verkäufers. Dabei übernimmt er beispielsweise die Gewähr, dass die Sache zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einer bestimmten Beschaffenheit geliefert wird. Für eine Garantie ist grundsätzlich eine Garantieerklärung notwendig. Ausnahmsweise kann sie sich aber auch aus Werbung ergeben.

Genehmigung

Eine Genehmigung ist die nachträgliche Zustimmung zu einem von einer anderen Person vorgenommenen Rechtsgeschäft. Eine solche ist immer dann notwendig, wenn keine vorherige Einwilligung bestand und das Geschäft nicht von der anderen Person vorgenommen werden konnte. Ohne die Genehmigung wäre das Geschäft unwirksam.

General Standard

Der General Standard ist ein privatrechtliches Börsenelement, in dem nur die gesetzlichen Mindestanforderungen des regulierten Markts an die Unternehmen gestellt werden. Mit der Zulassung der Wertpapiere zum regulierten Markt erfolgt automatisch die Aufnahme in den General Standard. Unternehmen müssen jedoch die Zulassungsfolgepflichten, wie ad-hoc Mitteilungen, Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards und einen veröffentlichten Zwischenbericht erfüllen.

Genussrechte

Genussrechte sind Kapitalüberlassungsverhältnisse über die in der Regel ein Genussschein ausgestellt wird. Ein Genussschein ist eine Anlageform, über die ein Genussrechtsvertrag geschlossen wird. In diesem verpflichtet sich der Genussrechtsinhaber dem Unternehmen Kapital zur Verfügung zu stellen, wofür ihm im Gegenzug zum Beispiel bei der AG ein Anteil am Reingewinn oder am Liquidationserlös gewährt wird. Genussrechte sind vom Aktienbesitz unabhängig. Ihre Inhaber haben weder Stimmrecht noch Mitgliedschaftsrecht.

Geschäftsführer

Der Geschäftsführer ist als Organ der gesetzliche Vertreter und verantwortliche Leiter einer GmbH. Nach außen hin ist seine Vertretungsmacht unbeschränkbar. Seine Bestellung erfolgt im Gesellschaftsvertrag oder durch die Gesellschafterversammlung. Gibt es mehrere Geschäftsführer, vertreten diese die Gesellschaft gemeinsam. Eine Alleinvertretungsbefugnis kann jedoch im Gesellschaftsvertrag festgelegt sein. Die Geschäftsführer müssen mit der jeweiligen Vertretungsbefugnis im Handelsregister eingetragen werden. Geschäftsführer können, müssen aber nicht Gesellschafter der GmbH sein.

Geschäftsplan

Ein Geschäftsplan oder business plan bezeichnet die schriftliche Darstellung der Ziele, Strategien und Maßnahmen eines unternehmerischen Vorhabens. Basierend auf einer Geschäftsidee müssen alle betriebswirtschaftlichen und finanziellen Aspekte des Vorhabens dargelegt werden.

Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (auch GbR oder BGB Gesellschaft) ist die Grundform der Personengesellschaft, basierend auf den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Sie ist ein Zusammenschluss von mindestens zwei Personen, die einen gemeinsamen Zweck verfolgen. Gesellschafter können sowohl natürliche als auch juristische Personen sein. Grundsätzlich sind die Gesellschafter nur gemeinsam vertretungsberechtigt, im Gesellschaftsvertrag kann jedoch etwas anderes vereinbart werden. Für Verbindlichkeiten haften alle Gesellschafter gesamtschuldnerisch.

Gesellschafter

Als Gesellschafter bezeichnet man die Mitglieder oder Teilhaber einer Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft. Für verschiedene Gesellschaften gibt es jedoch auch Spezialbezeichnungen. So heißt der Gesellschafter einer AG Aktionär, der beschränkt haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft Kommanditist und deren unbeschränkt haftender Gesellschafter Komplementär.

Gesellschafterregister

Ein Gesellschafterregister ist eine Liste aller Gesellschafter eines Unternehmens. In diese interne Liste werden alle der Gesellschaft bekannten Gesellschafter eingetragen.

Gewährleistung

Die Gewährleitung oder Mängelhaftung bestimmt die gesetzlichen Rechtsfolgen und Ansprüche, die dem Käufer zustehen, wenn der Verkäufer eine mangelhafte Sache liefert. Der Verkäufer haftet dabei grds. zwei Jahre dafür, dass die gelieferte Ware keine Mängel aufweist. Zu den Gewährleistungsrechten gehören zum Beispiel die Nacherfüllung, die Minderung oder der Rücktritt vom Vertrag. Von den gesetzlichen Gewährleitungsrechten sind Garantien zu unterscheiden, die freiwillig abgegeben werden.

Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer (GewSt) nach dem Gewerbesteuergesetz (GewStG) ist eine Realsteuer für Gewerbetreibende. Der Gewinn aus jedem inländischen Gewerbebetrieb unterliegt der Gewerbesteuer. Als Gemeindesteuer ist sie eine wichtige Einnahmequelle der Kommunen.

Gewerbliche Schutzrechte

Gewerbliche Schutzrechte sind Teil des IP-Rechts (= intellectual property = Geistiges Eigentum) und gewähren einen Sonderschutz für geistige und gewerbliche Leistungen. Dazu zählen Geschmacks- und Gebrauchsmusterrechte, Patentrechte, das Sonderschutzrecht und das Kennzeichenrecht (Marken). Gewerbliche Schutzrechte sind absolute Rechte und genießen Eigentumsschutz. Sie sind häufig Gegenstand des Unternehmsnkaufvertrages.

Gewinn

Als Gewinn bezeichnet man den finanziellen Erfolg eines Unternehmens. Er ist die Differenz zwischen den Erlösen und Kosten und wird durch die Gewinn- und Verlustrechnung ermittelt.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung (G&V) ist eine Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erlösen des Unternehmens für eine bestimmte Abrechnungsperiode und stellt neben der Bilanz einen wesentlichen Teil des Jahresabschlusses dar.

Gewinnausschüttung

Als Gewinnausschüttung bezeichnet man die Auszahlung von Gewinnanteilen an die Gesellschafter von Kapitalgesellschaften. Dabei wird an GmbH-Gesellschafter unmittelbar und an Aktionäre gegen Coupons oder durch eine Kapitaldividende oder Rückvergütung ausgezahlt.

GmbH

Die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ist eine Kapitalgesellschaft basierend auf dem GmbH Gesetz (GmbHG) mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie hat einen oder mehrere Gesellschafter. Die Gründung der GmbH erfolgt durch Abschluss eines notariell beurkundeten Gesellschaftsvertrages, Einlage des Stammkapitals durch die Gesellschafter sowie Eintragung ins Handelsregister. Der Geschäftsführer vertritt die GmbH und muss als sog. Organ ebenfalls zur Gründung bestellt werden. Die GmbH haftet für Verbindlichkeiten grundsätzlich nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen, eine Haftung der Gesellschafter findet nicht statt.

Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung

Die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung (GoB) sind Regeln zur Buchführung und Bilanzierung, zu denen alle Kaufleute verpflichtet sind. Dabei ist gesetzlich normiert, dass die Buchführung so beschaffen sein muss, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Zu den Hauptgrundsätzen der ordnungsgemäßen Buchführung gehören: Klarheit und Übersichtlichkeit (Nachprüfbarkeit), Vollständigkeit sowie formelle und materielle Richtigkeit. Dazu müssen alle Geschäftsvorfälle fortlaufend, vollständig, richtig, rechtzeitig und sachlich geordnet gebucht werden. Jede Buchung muss dabei auf einem Beleg beruhen. Zudem müssen die Buchführungsunterlagen ordnungsmäßig aufbewahrt werden. Die Aufbewahrungsfrist für Bücher und Buchbelege beträgt dabei zehn Jahre.

Grundsteuer

Die Grundsteuer (GrSt) ist eine Substanzsteuer auf das Eigentum von Grundstücken und deren Bebauung. Sie wird von den Gemeinden erhoben und ist je nach dem von dieser angewendeten Hebesatz unterschiedlich hoch.