Sanierung

In der Wirtschaft ist Sanierung der Sammelbegriff für alle organisatorischen und finanztechnischen Maßnahmen innerhalb einer Unternehmenskrise zur Wiederherstellung existenzerhaltender Gewinne und der Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

Schiedsgericht

Die Einberufung eines Schiedsgerichts ist ein juristisches Mittel zur Streitbeilegung im Rahmen eines Schiedsverfahrens. Es handelt sich um ein privates Gericht, das allein durch Abrede der jeweiligen Streitparteien zusammentritt und ein Urteil (Schiedsspruch) ausspricht. Die Abrede erfolgt im Allgemeinen in Vertragsform. Der Schiedsspruch ist für die Parteien in der Regel rechtlich bindend und kann vor staatlichen Gerichten für vollstreckbar erklärt werden.

Sell-out

Sell-out ist die Bezeichnung für eine plötzliche Verkaufsbewegung an den Börsen, die mit starken Kursstürzen einhergeht. Nach dem Sell-Out haben die Aktienkurse oft ihre Tiefstkurse erreicht und bieten gute Chancen für antizyklische Käufe.

Seller‘s Notes

Als Seller´s Notes bezeichnet man Kaufpreisstundungen des Verkäufers für den Käufer. Das heißt der Verkäufer gewährt dem Käufer ein Darlehn.

Share Deal

Der Share Deal ist neben dem Asset Deal eine Form des Unternehmenskaufs. Hierbei erwirbt der Käufer vom Verkäufer die Anteile an der zum Verkauf stehenden Gesellschaft. Mit dem Begriff Share Deal kann auch die teilweise Übernahme von Anteilen an einer Gesellschaft bezeichnet werden.

Shoot Out Klausel

Shoot Out Klauseln werden z.B. vereinbart, wenn aufgrund der Gesellschafterstruktur eine Pattsituation mit einer 50:50 Verteilung entstehen kann. Anwendung finden Sie zudem bei vermeintlich unlösbaren Konfliktsituationen und wirtschaftlichen oder strategischen Schwierigkeiten. Zur Auflösung einer Selbstblockade der Gesellschaftsorgane werden somit in der Vertragspraxis sog. Shoot Out- oder Buy-Sell-Klauseln vereinbart, mit deren Hilfe einer der beiden Gesellschafter sämtliche Anteile erwerben kann.

SIEC-Test

Der SIEC-Test (Significant Impediment to Effective Competition) dient der Beurteilung der rechtlichen Zulässigkeit einer Fusion auf europäischer Ebene und verfolgt einen wirkungsorientierten Ansatz der Zusammenschlusskontrolle. Entscheidendes Beurteilungskriterium in der europäischen Zusammenschlusskontrolle ist die erhebliche Behinderung wirksamen Wettbewerbs.

Signing

Im Rahmen eines Unternehmensverkaufs wird als Signing der Abschluss oder die Unterzeichnung des Unternehmenskaufvertrags bezeichnet.

SPAC

SPAC (Special Purpose Acquisition Company) ist eine Gesellschaft, die ohne operatives Geschäft an die Börse gebracht wird, um mit dem damit erworbenen Eigenkapital in einem zweiten Schritt ein oder mehrere Unternehmen zu kaufen. Das Prinzip ähnelt dem einer Private Equity-Gesellschaft, die an die Börse geht, ohne dass die Akquisitionsziele vorher festgelegt sind.

Squeeze-Out

Squeeze-Out bezeichnet den mit Zwang verbundenen Ausschluss von Minderheitsaktionären aus einer nicht notwendigerweise börsennotierten Aktiengesellschaft durch den Mehrheitsaktionär. Im deutschen Gesellschaftsrecht existieren Squeeze-Outs im Aktien-, Übernahme und Fusionsrecht.

Stammkapital

Als Stammkapital bezeichnet man die bei einer GmbH oder einer UG haftungsbeschränkt von den Gesellschaftern zu erbringende Kapitaleinlage (auch Stammeinlage).

Steering Committee

Im Projektmanagement bezeichnet der Begriff Steering Committee (auch Lenkungsausschuss) das oberste beschlussfassende Gremium einer Projektorganisation (Aufbauorganisation), das die Vertreter möglichst aller Beteiligten am Projekt – zumindest jedoch den Geschäftsverantwortlichen – umfasst.

Stille Reserven

Stille Reserven oder stille Rücklagen ist im Rechnungswesen die Bezeichnung für nicht aus der Bilanz ersichtliche Bestandteile des Eigenkapitals von Unternehmen, die sowohl durch eine Unterbewertung von Vermögen als auch durch eine Überbewertung von Schulden entstehen können. Das Gegenteil – dass der Zeitwert von Vermögensgegenständen niedriger ist als deren Buchwerte – nennt man auch Stille Lasten.

Stuttgarter Verfahren

Das Stuttgarter Verfahren ist eine Methode zur Bewertung/Schätzung des gemeinen Werts von Anteilen an nicht börsennotierten Kapitalgesellschaften im Rahmen der deutschen Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Substanzwert

Substanzwert ist ein betriebswirtschaftlicher Begriff aus dem Bereich Unternehmensbewertung. Er bezeichnet einen Wertansatz, der sich hauptsächlich aus der Untersuchung der Unternehmens-Bilanz ergibt. Dazu werden die Aktiva des Unternehmens anhand von Kriterien wie zum Beispiel deren Marktwert, Wiederbeschaffungswert oder Liquidationswert bewertet. Die Wertsumme der Aktiva wird um Rückstellungen und Verbindlichkeiten vermindert. Bei Rechnungslegung nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) werden außerdem – falls vorhanden – dem Fremdkapital zuzuordnende Anteile von Sonderposten abgezogen; bei Konzernen zusätzlich Eigenkapitalanteile Konzernfremder.

Subvention

Subventionen sind einseitige Übertragungen des Staates an die Unternehmen wie Geldzahlungen oder geldwerte Vorteile (z.B. Steuervergünstigungen, Preisnachlässe bei Käufen des Staates, Bürgschaften), die der Staat oder Institutionen der EU ohne (marktwirtschaftliche) Gegenleistung i.d.R. Unternehmen gewährt. Häufig liegen Subventionen bestimmte Bedingungen oder erwartete Verhaltensweisen zugrunde.