Stuttgarter Verfahren

Das Stuttgarter Verfahren ist eine Methode zur Bewertung/Schätzung des gemeinen Werts von Anteilen an nicht börsennotierten Kapitalgesellschaften im Rahmen der deutschen Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Substanzwert

Substanzwert ist ein betriebswirtschaftlicher Begriff aus dem Bereich Unternehmensbewertung. Er bezeichnet einen Wertansatz, der sich hauptsächlich aus der Untersuchung der Unternehmens-Bilanz ergibt. Dazu werden die Aktiva des Unternehmens anhand von Kriterien wie zum Beispiel deren Marktwert, Wiederbeschaffungswert oder Liquidationswert bewertet. Die Wertsumme der Aktiva wird um Rückstellungen und Verbindlichkeiten vermindert. Bei Rechnungslegung nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) werden außerdem – falls vorhanden – dem Fremdkapital zuzuordnende Anteile von Sonderposten abgezogen; bei Konzernen zusätzlich Eigenkapitalanteile Konzernfremder.

Subvention

Subventionen sind einseitige Übertragungen des Staates an die Unternehmen wie Geldzahlungen oder geldwerte Vorteile (z.B. Steuervergünstigungen, Preisnachlässe bei Käufen des Staates, Bürgschaften), die der Staat oder Institutionen der EU ohne (marktwirtschaftliche) Gegenleistung i.d.R. Unternehmen gewährt. Häufig liegen Subventionen bestimmte Bedingungen oder erwartete Verhaltensweisen zugrunde.

Tag along Recht

Das Tag along Recht beinhaltet das Recht für Investoren, ihre Unternehmensanteile zu veräußern. Der Investor kann dieses Recht in Anspruch nehmen, sobald andere Vertragspartner entscheiden, ihre Anteile zu verkaufen. Besonders für kleine Anleger ist das Tag along Recht von großer Bedeutung, da es gewährleistet, dass sie ihre Anteile zu denselben Konditionen verkaufen können, wie es auch die großen Anteilseigner tun.

Takeover

Eine Takeover (auch Übernahme) liegt dann vor, wenn ein Unternehmen von einem anderen aufgekauft wird. Je nach Rechtsform und Eigentümerstruktur kann (bzw. muss) die Übernahme auf unterschiedliche Weise realisiert werden

Target

Als Target bezeichnet man das Unternehmen, welches Gegenstand einer Unternehmensübernahme oder Beteiligung ist.

Teilbetrieb

Ein Teilbetrieb stellt eine innerhalb des Gesamtunternehmens weitgehend selbständige operative Einheit dar, die für sich selbst zumindest teilweise überlebensfähig wäre. Merkmale eines Teilbetriebs können beispielsweise ein eigener Kundenstamm, eigenes, ausschließlich in diesem Teilbetrieb genutztes Anlagevermögen, ein gegenüber dem Gesamtbetrieb abgegrenzter Personalbestand oder eine eigene Preisgestaltung für ein eigenes Produktangebot sein. Klassische Beispiele für Teilbetriebe sind Filialen und Zweigniederlassungen.

Umsatz

Der Umsatz (auch Erlös) bezeichnet in der Betriebswirtschaftslehre die wertmäßige Erfassung des Absatzes eines Unternehmens, also den Gegenwert, der einem Unternehmen in Form von Geld oder Forderungen durch den Verkauf von Waren (Erzeugnissen) oder Dienstleistungen sowie aus Vermietung oder Verpachtung zufließt.